Projekt: Melanie

Melanie 48 Jahre

2006 hat Melanie quasi durch Zufall erfahren, dass sie in ihrer rechten Brust einen Tumor hat. Nun stand sie vor der Entscheidung ob sie sich die Brust abnehmen lässt oder eine andere Methode wählt, die weniger radikal wäre. Sie hat sich für die radikale Variante entschieden und dies erwies sich als Glück im Unglück, denn es wurden nach der OP noch weitere Tumore gefunden, die bei der 1. Untersuchung übersehen wurden. Die anschließende präventive Chemotherapie steckte sie noch gut weg. 
10 Jahre danach, 2016, kündigte sich dann durch vermehrte epileptische Anfälle die nächste Hiobsbotschaft an. Nach einer langen Odyssee zu verschiedensten Ärzten zwischen Herford, Lemgo und Bad Pyrmont erfuhr sie, dass in ihrem Kopf ein weiterer Tumor saß, der jedoch nichts mit dem Brustkrebs von 2006 zu tun hatte. Da dieser sich diese aber nah am Sprachzentrum im Kopf befand konnte er nicht vollständig entfernt werden. Erst eine erneute Chemo- und Strahlentherapie konnte den Tumor vollständig beseitigen. Diese 2. Chemotherapie stellte sich aber nicht mehr so als „Spaziergang“ heraus und zerrte sehr stark an ihren Kräften, so dass der Arzt diese vorzeitig beendete wobei jedoch auch der letzte Rest des Tumors schon nicht mehr vorhanden war. 
Im Moment ist sie zwar krebsfrei muss jedoch weiterhin für unbestimmte Zeit Medikamente gegen ihre weiterhin auftretenden Anfälle nehmen, weil sich an der Stelle im Hirn Narbengewebe bildet und somit die Anfälle weiterhin auslöst. 
Nach den ganzen Operationen, Therapie und Reha-Maßnahmen wollte sie wieder zurück ins Arbeitsleben einsteigen jedoch durfte sie aufgrund der Anfälle offiziell nicht Auto fahren und hat sich mit ihrer verbleibenden ganzen Kraft dafür eingesetzt, dass sie finanzielle Unterstützung durch die Rentenversicherung erhält um weiterhin am Arbeitsleben teilnehmen zu können. 
Seit Juli diesen Jahres darf sie wieder Auto fahren. Melanie ist ein sehr lebensfroher Mensch und die Krankheit hat sie stärker gemacht. Denn „jeder hat sein Päckchen zu tragen“ und egal wie schlimm es manchmal auch ist „es gibt schlimmeres“.