Motivateur

Was hält dich denn bitte auf?

„Motivateur“ ist n geiles Wort oder?! 😀
Also kurz gesagt – wie auch schon das Bo sagte – „Beweg den Arsch“.
Steh dir doch nicht selber im Weg.
Was hindert dich denn bitte daran mal einfach eine Idee, die du hattest, anzupacken?

„Ich habe keine Zeit dafür?“

Dann war die Idee vielleicht gut aber zum falschen Zeitpunkt da und nicht wichtig genug.
Schreib sie doch einfach auf… Pinn sie an die Wand und warte ab. Manchmal ist eine Idee wie ein guter Wein, sie muss atmen. Sie entwickelt sich und reift und vielleicht läufst du jeden morgen daran vorbei und siehst sie und plötzlich trifft dich ein Erkenntnis-Backstein und die Idee entwickelt sich und lässt sich nicht mehr aufschieben.

„Die Idee ist scheiße?“

Kann sein… kann aber genau so gut sein, dass es andere nicht so sehen. Wieder gilt: Schreib sie dann am besten auf und leg sie weg. Es kommt wieder.

„Ich habe einfach keine Ahnung was ich machen soll!“

Das ist auch oft mein größtes Problem, meißt ist es aber nicht die Fotografie, denn die ist geduldig und wartet auf dich, das Problem bist du. Du bist blockiert mit Sachen aus deinem Umfeld, dann ist der Hund krank oder irgendwer stresst rum oder irgendwas anderes und man hat einfach nicht die Kraft die Gedanken wirklich schweifen zu lassen. Dann kümmer dich nicht um die Fotografie. Löse dich erstmal von dem negativen Einfluss. Das klingt so Eso, aber irgendwie besser weiß ich es auch nicht auszudrücken. Wenn man so will ist das ein Gewicht, das die Ideen am Boden hält. Man muss es nach und nach lösen und die Gedanken fliegen lassen und dann kommt ein Plan. Sei dir auch bewusst, dass was Du vielleicht bei anderen siehst oder hörst mal einfach nur Planlos dahin fotografiert wurde. Leere Bilder von Leeren Fotografen, die sich weiterer Technik bedienen müssen um die Bilder schön wirken zu lassen oder auch Pseudo-Holzhammer-Aussagen der Bilder enthalten, die kleine Kinder im Kindergarten schon auf Papier zeichnen. Was auch nicht zwingend schlimm sein muss. Und es muss auch „nicht jeder verstehen“, was mit dem Bild ausgedrückt werden soll. Jedoch ist DAS nicht MEIN Anspruch. Ein Fotograf sagte einmal „Wenn ich keine Kunden hätte wüsste ich nicht was ich fotografieren sollte.“ Ja und?! …
Ein Fotograf ist doch im gucken geübt. Dann mach doch genau das. Wenn Du mal wieder Fotografieren willst und einfach nicht weißt was, dann frag bloß nicht die Social Media Gemeinde. Denn dann machst du nur das was alle andere ohnehin auch schon machen. Leere Bilder.

Mach dich locker

Nimm dir einen Kaffee und setz dich in die Stadt, 1 stunde oder 2. Beobachte die Leute. Oder geh in den Wald und schau dir alles an. Nimm mal einen Weg, den Du sonst nicht gehst. Betritt einen Laden in dem Du vorher nie warst und wo du sowieso nichts kaufst. Versorg dich mit neuen Eindrücken und die Ideen kommen. Die Eindrücke erhälst du nicht, wenn du weiter nur auf den Monitor starrst und dich darüber aufregst dass du kein plan hast oder dir „Inspiration“ suchst bei anderen Fotografen oder Bloggern oder was auch immer. Ich höre oft:“Das Rad kann man nicht neu erfinden“  und dann hab ich mal einen Beitrag im Fernsehen gesehen wo tatsächlich das Rad neu erfunden wurde.
Man muss doch das beschissene Rad nicht neu erfinden, aber man kann es groß machen oder klein, rot oder blau anmachen, dick oder dünn machen. Wenn man aber das gleiche Rad in der selben größe nur mit einer leicht anderen Rotton macht ist das immer noch ein Rotes Rad oder? Das ist für mich Ideen klauen. Kühe machen das auch, sie käuen wieder. Da macht das auch irgendwie Sinn. So gut habe ich in Bio aber nicht aufgepasst, dass ich diesen Sinn wiedergeben kann. Im fotografischen ist sowas aber erbärmlich.

„Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll?“

Am besten am Anfang oder?! Mitten drin anzufangen ist nämlich recht schwer und müßig, dann muss du zum Ende hinarbeiten und weißt nicht wo der Anfang war. Aber mal im ernst: Es ist wie das aufräumen seines Zimmers in der Jugend. Er war oft das reinste Chaos und wenn ich aufräumen sollte stand ich vor dem Problem womit ich am besten anfange, weil das alles einfach scheiße aussah. Und dann kam es auch vor, dass ich gar nichts gemacht hab. Was auch seine Konsequenzen hatte. Aber es kam auch vor, dass ich mir einfach das nächst beste gegriffen hab wo ich gerade stand und einfach in die Wäsche warf oder es weg sortierte und der Rest kam von allein. Was ich meine: Allein die Überlegung womit man anfängt ist schon die Blockade. „Einfach maken“, wie Denis so schön sagt, und der Rest kommt. Man greift sich einfach das nächst liegende und legt los. Ob das das richtige war findet man dann heraus. Und gerade, wenn man einen Plan hat weiß man schon was man machen will und das wie ergibt sich oft von allein.
Aus dem Chaos wird Ordnung, nur nicht mit Gewalt.

An dieser Stelle muss ich mich bremsen… es ist komisch. Ich sehe mich nicht als Motivationstrainer oder Coach oder was sonst noch so modern ist heutzutage. Eigentlich will ich nur ein Umdenken schaffen. Der Fotograf schafft sich durch die Leere und den Ideenklau selbst ab. Das Bild wird dadurch zur Massenware und es kommt nur noch darauf an, wie toll die Kameras sind und nicht mehr auf die Person, die das Werkzeug bedient.  Finde deinen Weg und hilf deiner Leidenschaft aus der Bedeutungslosigkeit oder mach weiter gute Urlaubsfotos. Es ist deine Entscheidung. Aber egal was du machst häng dich richtig rein. Halbärschigkeit findet selten einen guten Platz. Wer schonmal „Die Reise nach Jerusalem“ gespielt hat weiß das.

Und zu guter letzt noch einmal ein wenig Motivation von Shia LaBeouf:

(einfach nur, weil ich das so gut finde)

Ein Gedanke zu „Motivateur

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