Immer wieder Freitags

Die Woche

Vielleicht ist es ja schon aufgefallen: Ich versuche immer möglichst jeden Freitagmittag mal was loszuwerden. Aber irgendwie habe ich diese Woche nichts.

Ich war ja total Baff, dass auf den letzten Blogpost so eine Hammer Reaktion kam, dass man auch mit Menschen diskutieren konnte über den Standpunkt. Und ich lasse mich ja auch gerne eines besseren belehren.

Aber was war letzte Woche hier los:
Ich hab das Buch begonnen und auf die anfängliche Euphorie kam ganz schnell wieder der Ernüchterungsbackstein. Also 2 Seiten habe ich ja fertig, wobei ich den Text für die 2. Seite noch überarbeiten muss damit ich die Person auch richtig darstelle. Jedoch stelle ich auch fest, dass ich die Sache ingesamt ernster nehme als einige Teilnehmer.

Wobei das jetzt gar nicht mal für das Projekt als solches gilt sondern für die Fotografie an sich. Ich sehe vieles locker, wenn es die Bildermacherei betrifft. Aber es nur ernsthaft als Hobby zu bezeichnen ist für mich mittlerweile eine Beleidigung. Ich gebe es ungerne zu, aber es ist ein Teil von mir. Eine Form mich auszudrücken und auch dem zu folgen was mich ausmacht.

Die Ruhe in der Arbeit damit zu finden und Menschen kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam etwas zu erschaffen.

Ich lerne soviel aus den Unterhaltungen mit den Teilnehmern für das Buch, dass auch der Funke des Begeisterung einfach überspringt auf das was man da eigentlich tut.

Ende 2016 habe ich ja mit mir gehadert was meine Fotografie betrifft jedoch sehe ich jetzt, dass es ein Fehler gewesen wäre alles hinzuwerfen und das mir etwas fehlen würde.

Erwartung

Aber ich merke immer wieder, dass ich auch diese Erwartung in mein Gegenüber stecke. D.h. wenn ich mit jemandem einen Termin abmache, wobei das für mich wegen der aktuellen Situation ein wahrer Balanceakt ist, erwarte ich, dass mein Gegenüber den Termin auch entsprechend ernst nimmt. Dabei liegt aber eben zu Grunde, dass ich eine gewisse Ernsthaftigkeit und auch Leidenschaft unterstelle. Dabei ist für mich ein „Drüber weg kommen“ völlig menschlich. Das passiert mir auch oft. Deswegen hab ich mir angewöhnt meinen Terminkalender zu benutzen. Und es funktioniert wunderbar.

Nun darf ich aber scheinbar diese Leidenschaft nicht ohne weiteres Unterstellen. Denn wenn mir etwas wirklich wichtig ist dann gucke ich oft genug in den Kalender um den Termin nicht zu verpassen und notiere mir auch alles. Auf der anderen Seite ist es dann so, dass wenn das nicht passiert ich fehlende Ernsthaftigkeit und Leidenschaft für die Sache unterstelle.

Da liegt der Fehler dann vermutlich bei mir.

Ich sollte vielleicht nicht erwarten, dass jemandem mein Projekt genau so wichtig ist wie mir selbst. Was ich aber glaube erwarten zu können ist Respekt und Rücksicht. Denke ich. Aber vielleicht sind das auch nur überholte alte Werte von Anstand und das hat in einer modernen Welt, wo sich jeder der nächste ist sofern es nicht um Geld geht, nichts zu suchen.

Jetzt habe ich schon wieder geschimpft… wollte ich gar nicht.

Aber gute Nachricht: Tee Nachschub ist gekommen… muss also kein Crowfunding-Projekt starten um mich wieder mit meinem Lieblingsgetränk einzudecken.

 

Darauf erstmal n Tässchen.

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